So wie in anderen Bereichen, richtet sich die Anschaffung eines Hundes ebenfalls sehr oft nach aktuellen Modeerscheinungen. Auslöser können sowohl Filme und Fernsehserien als auch Prominente sein, die sich in der Öffentlichkeit mit einer bestimmten Hunderasse zeigen. Ein solches Beispiel war vor vielen Jahren die amerikanische Fernsehserie „Lassie“, die den Schottischen Schäferhund, auch Collie genannt, bekannt machte. „Rex“ der Fernsehstar der Reihe „Kommissar Rex“, veranlasste viele Menschen, sich für einen Deutschen Schäferhund zu entscheiden.
Seit Paris Hilton einen Chihuahua in ihrer Tasche spazieren trägt, möchten das viele Frauen ebenfalls tun. Den größten Zuspruch erhielten allerdings damals die Dalmatiner nach dem Walt-Disney-Film „1001 Dalmatiner“. Nach diesem Kinoerfolg landeten allerdings auch extrem viele Hunde dieser Rasse in den Tierheimen. Die Dalmatiner besitzen einen enorm großen Bewegungsdrang und wollen beschäftigt sein. Wenn einem Dalmatiner der Auslauf fehlt und er sich ständig unterfordert fühlt, wird er aggressiv. So braucht ein Dalmatiner täglich mindestens zwei Stunden Auslauf, besser noch mehr. Ihn einfach nur in den Garten zu lassen zählt nicht dazu! Es werden nur die wenigsten Menschen in der Lage sein, dem Naturell eines Dalmatiners zu entsprechen und ihrem Hund so viel Zeit widmen zu können. Kein Wunder, dass ein Großteil der neuen Dalmatiner-Besitzer schlichtweg überfordert war.
Sich ein neues Familienmitglied auf vier Pfoten nach vorherrschenden Trends auszusuchen, stellt das schlechteste aller Kriterien dar. Viel besser ist es, sich vor der Anschaffung mit den Eigenarten und Charaktereigenschaften eines Hundes eingehend zu befassen, damit es später keine Enttäuschung gibt.





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